{"id":10,"date":"2010-03-31T20:51:40","date_gmt":"2010-03-31T18:51:40","guid":{"rendered":"http:\/\/folkertlenz.de\/blog\/shisha2010\/?page_id=10"},"modified":"2010-06-17T09:14:09","modified_gmt":"2010-06-17T07:14:09","slug":"shisha-pangma-der-berg","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/folkertlenz.de\/blog\/shisha2010\/?page_id=10","title":{"rendered":"Der Berg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Shisha Pangma steht im tibetischen Teil des Himalaja, genauer gesagt n\u00f6rdlich der Region Langtang Himal. Mit 8.027 Meter H\u00f6he ist er der niedrigste der 14 Achttausender. Obwohl er der n\u00e4chste Achttausender zur nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ist, so ist er doch der einzige, der allein auf tibetischem Boden liegt. Sein Name bedeutet so etwas wie \u201eKamm \u00fcber den Weiden\u201c oder \u201eGebiet \u00fcber der grasbewachsenen Ebene\u201c. Sein ehemaliger Sanskrit-Name Gosainthan (\u201ePlatz der Heiligen\u201c) wird dagegen kaum noch verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsicherheit herrscht bis heute \u00fcber die exakte H\u00f6he des Berges: Meist wird diese mit 8.013 Metern angegeben. Andere Quellen sprechen von 8.012, 8.046 oder 8.027 Meter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl er nur der vierzehnth\u00f6chste Berg der Erde ist, standen Menschen erst sp\u00e4t das erste Mal auf dem Gipfel des Shisha Pangma. Er wurde als letzter der 8000er-Riesen bezwungen. 1964 reklamierte eine chinesische Expedition die Erstbesteigung f\u00fcr sich \u2013 ganze elf Jahre, nachdem der ungleich h\u00f6here Mount Everest erobert war.\u00a0<\/p>\n<div class=\"mceTemp\" style=\"text-align: justify;\">\n<dl id=\"attachment_71\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 530px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-71\" title=\"shisha-pangma-nordansicht-c-520\" src=\"http:\/\/folkertlenz.de\/blog\/shisha2010\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/shisha-pangma-nordansicht-c-520.jpg\" alt=\"Shisha Pangma von Norden\" width=\"520\" height=\"282\" srcset=\"http:\/\/folkertlenz.de\/blog\/shisha2010\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/shisha-pangma-nordansicht-c-520.jpg 520w, http:\/\/folkertlenz.de\/blog\/shisha2010\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/shisha-pangma-nordansicht-c-520-300x162.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Shisha Pangma von Norden<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geradezu milit\u00e4risch waren die Chinesen das Projekt angegangen: Fast 200 Mitglieder umfasste die Expedition von 1964, zu der Bergsteiger, Wissenschaftler und Tr\u00e4ger geh\u00f6rten. Bis zur H\u00f6he von 5.900 Meter wurde eine Strecke mit Pistenfahrzeugen pr\u00e4pariert und dort eine kleine Stadt errichtet. Auf dem Gletscher an der Nordseite des Shisha Pangma wurden drei Lager aufgebaut. Weitere Lager errichtete man an der Nordflanke bis in eine H\u00f6he von 7.700 Meter \u2013 also bis knapp 300 H\u00f6henmeter unter dem Gipfel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von diesem Lager VI in 7.700 Meter H\u00f6he stiegen gleich zehn chinesische Bergsteiger zum Gipfel auf. Viereinhalb Stunden brauchten die zehn M\u00e4nner f\u00fcr die restliche Strecke.\u00a0Doch lange Zeit wurde die Besteigung des Shisha Pangma in Zweifel gezogen, denn es gab nur ein Foto der Bergsteiger vor blauem Himmel. Nachfolgende Expeditionen best\u00e4tigten aufgrund des Gel\u00e4ndes aber, dass die chinesische Expedition am 2. Mai 1964 erfolgreich den Shisha Pangma erstbestiegen hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Teams aus dem Westen waren die Berge Tibets Jahrzehnte lang eine verbotene Zone. Erst 1980 erhielt eine deutsche Gruppe unter der Leitung des Bundestagsabgeordneten Manfred Abelein die Erlaubnis zur Besteigung. Am 7. Mai erreichten Michl Dacher, Fritz Zintl, G\u00fcnter Sturm und Wolfgang Schaffert als erste Bergsteiger aus dem Westen den Gipfel. Eine Woche sp\u00e4ter, am 12. Mai, standen auch Sigi Hupfauer und Manfred Sturm auf dem Shisha Pangma.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Berg gilt unter den Achttausendern als vergleichsweise leichtes Ziel mit \u00fcberwindbaren technischen Schwierigkeiten. Trotzdem ist er nicht so popul\u00e4r wie der nur wenig h\u00f6here Cho Oyu (8.201 m) oder gar der Mount Everest (8.850 m). Bis heute (Fr\u00fchjahr 2010) haben 285 Bergsteiger seinen Gipfel betreten. Mehr als doppelt so viele (741) sind es, wenn man den so genannten Zentralgipfel (8.008 m) mitz\u00e4hlt, denn von ihm aus ist der Weiterweg bis zum f\u00fcnf Meter h\u00f6heren Hauptgipfel wegen Lawinengefahr h\u00e4ufig unm\u00f6glich. 25 Todesopfer hat der Berg im Laufe der Jahre gefordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>fol<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Shisha Pangma steht im tibetischen Teil des Himalaja, genauer gesagt n\u00f6rdlich der Region Langtang Himal. Mit 8.027 Meter H\u00f6he ist er der niedrigste der 14 Achttausender. Obwohl er der n\u00e4chste Achttausender zur nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ist, so ist er doch der einzige, der allein auf tibetischem Boden liegt. 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